Montag, 26. Juli 2010
Dienstag, 18. Mai 2010
goetheanum
Freitag, 14. Mai 2010
ballad of a thin man
"because something is happening here
but you don't know what it is
do you, mister jones?"
bob dylan
[hd]
filmfestival

Liebe Filmfreunde und Tanzwütige,
es ist soweit , am kommenden Freitag starten wir mit unserem Filmfestival
InterKultCinema vom 14. - 16. Mai in Ulm
Spielorte: Filmzelt im Innenhof der Bastion Unterer Kuhberg Nr. 12 und Xinedome, Lederhof 1
Die beiden Regisseure Sinan Akkus und Thomas Lauterbach werden ihre Filme persönlich präsentieren, sie sind während des gesamten Festivals unser Gast.
InterKultCinema ist eine Interkulturelles Filmfestival in Kooperation zwischen FILM&POPchips e.V. dem Türkischen Kulturverein HDB Ulm/Neu-Ulm und Xinedome.
Alle Veranstaltungen finden im Rahmen der Türkei Wochen 2010 statt.
Freitag, 14. Mai | Filmzelt
20 Uhr PERSEPOLIS | Oscarprämierter Animationsfilm für Erwachsene
22 Uhr DJ Zeberced legt seine Musik auf.
Samstag, 15. Mai | Xinedome
20 Uhr EVET! ICH WILL | Turbulente deutsch-türkische Beziehungskomödie | Regisseur Sinan Akkus ist anwesend
22 Uhr Sirius | Livemusik zwischen Okzident und Orient im "Chillys" www.sirius-weltmusik.de
Sonntag, 16. Mai | Filmzelt
16 Uhr FIGHGIRL AYSHE | Flott inszenierter Jugendfilm: Teenie-Kampfkunst und soziokulturelle Unterschiede
18 Uhr Handyfilm-Wettbewerb | Ergebnisse eines Jugendprojektes*| Jury = Publikum
20 Uhr: HOCHBURG DER SÜNDEN | Dokumentarfilm | Regisseur Thomas Lauterbach ist anwesend
22 Uhr: SONBAHAR | Eine ungewöhnliche Liebesgeschichte an der türkischen Schwarzmeerküste.
Jugendliche zahlen keinen Eintritt. | Erwachsene zahlen EUR 5.-- (auch für die Veranstaltungen mit Film und Musik)
Herzlich willkommen.
Dienstag, 11. Mai 2010
vernissage.colorshok-team
Donnerstag, 29. April 2010
nazim hikmet ran
memleketim, memleketim, memleketim,
ne kasketim kaldı senin ora işi
ne yollarını taşımış ayakkabım,
son mintanım da sırtımda paralandı çoktan,
şile bezindendi.
sen şimdi yalnız saçımın akında,
enfarktinda yüreğimin,
alnımın çizgilerindesin memleketim,
memleketim,
memleketim...
//
meine heimat,
weder eine mütze habe ich noch, dort angefertigt
noch schuhe, die mich auf deinen strassen getragen
das letzte hemd auf meinem rücken, zerfleddert
es war aus şile.
nun bist du im grau meiner haare
im infarkt meiner seele
in den rillen meiner stirnfalten
meine heimat,
meine heimat ...
nazim hikmet ran, ~1950
[hd]
Donnerstag, 22. April 2010
ludwig van
"und wenn ich mich im zusammenhang des universums betrachte, was bin ich?"
beethoven, ludwig van
[hd]
beethoven, ludwig van
[hd]
Donnerstag, 15. April 2010
Dienstag, 6. April 2010
Sonntag, 21. März 2010
sevgilerde

sevgileri yarınlara bıraktınız
cekingen, tutuk, saygılı.
bütün yakınlarınız
sizi yanlış tanıdı.
bitmeyen işler yüzünden
(siz böyle olsun istemezdiniz)
bir bakış bile yeterken anlatmaya her şeyi
kalbinizi dolduran duygular
kalbinizde kaldı.
siz geniş zamanlar umuyordunuz
cirkindi dar vakitlerde bir sevgiyi söylemek.
yılların telâşlarda bu kadar çabuk
geçeceği aklınıza gelmezdi.
gizli bahçenizde
açan çiçekler vardı,
gecelerde ve yalnız.
vermeye az buldunuz
yahut vakit olmadı
/
die liebe habt ihr auf morgen vertagt
schüchtern, gehemmt, achtungsvoll.
all eure bekannten
haben sie verkannt.
wegen unerledigter arbeiten
(ihr hättet es sicher nicht so gewollt)
wo ein einziger blick alles erklärt hätte
blieben die empfindungen, die euer herz erfüllten
im herzen.
auf freiere zeiten hoftet ihr,
in beengten zeiten über eine liebe zu sprechen war unschön.
dass jahre so schnell
hetzten, kam euch nicht in den sinn.
in euren versteckten gärten
blühten blumen,
in den nächten einsam.
ihr fandet sie zu wenig zum verschenken
oder hattet keine zeit.
behçet necatigil, 1955
[hd]
Donnerstag, 18. März 2010
ESsoirée

ESsoirée
donnerstag, 1. april
alte lebkuchen weiss fabrik
programminhalt:
20.00h
filmpräsentation "nagira" von florian schröder.
nähere infos:
http://www.myspace.com/nagirafilm
trailer:
http://www.youtube.com/watch?v=TbKgloEFRqE
21:45h
experimentelle lesungen von wortkunstlauf.
nähere infos:
www.wortkunstlauf.de
22:15h
konzert: fast mo'chile
nähere infos:
http://www.fastmochile.de/
23:00h
DJ - totentanz in den karfreitag
Dienstag, 16. März 2010
schwerstarbeiter
Sonntag, 14. März 2010

ich bin noch nicht fertig. ich stecke noch mitten drin. es wird noch eine weile dauern und ich werde mir zeit lassen. die uhr, die kann mich mal. ich weiß es ist schon spät und ich sollte schon damit fertig sein. aber ich feier mich. ich feier wie lange es dauert. ich feier, dass ich sie noch vor mir habe, die frau, die ich sein will. ich sehe sie genau, wie sie sich bewegt, wie sie sich ausdrückt, was sie bewegt. eine stelle an einem körper, eine stelle nach der anderen. ich genieße jede veränderung. ich feier meine imperfektion, ich feier meine baustelle. und dich, dich lade ich dazu ein zu bleiben und zu zusehen.
[Ritti Soncco]
use your secrets to walk around me
use your secrets to walk around me. Wear them like socks. a silence is sometimes not enough and it's alright by me if you use a whisper to get past me. i'm rooted to the ground but you can seep in the space between. cover yourself in secrets. it's the most quiet way to get around.
[Ritti Soncco]
[Ritti Soncco]
Montag, 8. März 2010
Sonntag, 7. März 2010
20 poemas de amor y una canción desesperada
para que tú me oigas
mis palabras
se adelgazan a veces
como las huellas de las gaviotas en las playas.
collar, cascabel ebrio
para tus manos, suaves como las uvas.
y las miro lejanas mis palabras.
más que mías son tuyas.
van trepando en mi viejo dolor como las yedras.
ellas trepan así por las paredes húmedas.
eres tú la culpable de este juego sangriento.
ellas están huyendo de mi guarida oscura.
todo lo llenas tú, todo lo llenas.
antes que tú poblaron la soledad que ocupas,
y están acostumbradas más que tú a mi tristeza.
ahora quiero que digan lo que quiero decirte
para que tú las oigas como quiero que me oigas.
/
damit du mich erhörst,
machen sich meine worte
manchmal so zart
wie die spuren der möwen auf dem strand.
halskette, trunknes klimperglöckchen
für deine hände, sanft und glatt wie weinbeeren.
und ich sehe sie fern von mir, meine worte.
deine sind sie mehr als meine.
sie klettern an meinem alten schmerz empor wie efeu.
an den feuchten wänden klettern sie empor.
du bist schuld an diesem blutigen spiel.
sie fliehen aus meinem finsteren bau.
alles erfüllst du, alles, alles.
einst bevölkerten sie die einsamkeit, die nun du bewohnst,
und sie sind mehr als du vertraut mit meiner traurigkeit.
jetzt will ich, daß sie sagen, was ich dir sagen will,
damit du sie so hörst, wie ich möchte, daß du mich hörst.
aus: pablo neruda, 20 liebesgedichte und ein lied der verzweiflung, 1923
[hd]
mis palabras
se adelgazan a veces
como las huellas de las gaviotas en las playas.
collar, cascabel ebrio
para tus manos, suaves como las uvas.
y las miro lejanas mis palabras.
más que mías son tuyas.
van trepando en mi viejo dolor como las yedras.
ellas trepan así por las paredes húmedas.
eres tú la culpable de este juego sangriento.
ellas están huyendo de mi guarida oscura.
todo lo llenas tú, todo lo llenas.
antes que tú poblaron la soledad que ocupas,
y están acostumbradas más que tú a mi tristeza.
ahora quiero que digan lo que quiero decirte
para que tú las oigas como quiero que me oigas.
/
damit du mich erhörst,
machen sich meine worte
manchmal so zart
wie die spuren der möwen auf dem strand.
halskette, trunknes klimperglöckchen
für deine hände, sanft und glatt wie weinbeeren.
und ich sehe sie fern von mir, meine worte.
deine sind sie mehr als meine.
sie klettern an meinem alten schmerz empor wie efeu.
an den feuchten wänden klettern sie empor.
du bist schuld an diesem blutigen spiel.
sie fliehen aus meinem finsteren bau.
alles erfüllst du, alles, alles.
einst bevölkerten sie die einsamkeit, die nun du bewohnst,
und sie sind mehr als du vertraut mit meiner traurigkeit.
jetzt will ich, daß sie sagen, was ich dir sagen will,
damit du sie so hörst, wie ich möchte, daß du mich hörst.
aus: pablo neruda, 20 liebesgedichte und ein lied der verzweiflung, 1923
[hd]
lektorin an schriftsteller:
sie sind verantwortlich für die figuren, die sie in die welt gesetzt haben!
[rolf dobelli]
[rolf dobelli]
Donnerstag, 4. März 2010
die brücke ohne geländer
das unsagbare
was wichtig ist: das unsagbare, das weiße zwischen den worten, und immer reden diese worte von den nebensachen, die wir eigentlich nicht meinen. unser anliegen, das eigentliche, lässt sich bestenfalls umschreiben, und das heißt ganz wörtlich: man schreibt darum herum. man umstellt es. man gibt aussagen, die nie unser eigentliches erlebnis enthalten, das unsagbar bleibt; sie können es nur umgrenzen, möglichst nahe und genau, und das eigentliche, das unsagbare, erscheint bestenfalls als spannung zwischen diesen aussagen [...]. alles sagen bedeutet ein entfernen. es dürfte uns insofern nicht erschrecken, dass alles, was einmal zum wort wird, einer gewissen leere anheimfällt. man sagt, was nicht das leben ist. man sagt es um des lebens willen. wie der bildhauer, wenn er den meißel führt, arbeitet die sprache, indem sie die leere, das sagbare, vortreibt gegen das geheimnis, gegen das lebendige. immer besteht die gefahr, dass das geheimnis zerschlägt, und ebenso die andere gefahr, dass man vorzeitig aufhört, dass man es einen klumpen sein lässt, dass man das geheimnis nicht stellt, nicht fasst, nicht befreit von allem, was immer noch sagbar wäre, kurzum, dass man nicht vordringt zu seiner letzten oberfläche [...].
aus: max frisch, tagebuch 1946 - 1949
[csh]
aus: max frisch, tagebuch 1946 - 1949
[csh]
Mittwoch, 3. März 2010
und all mein hoffen, meiner seele brand

o frage nicht, was mich so tief bewegt,
seh' ich dein junges blut so freudig wallen,
warum, an deine klare stirn gelegt,
mir schwere tropfen aus den wimpern fallen.
[...]
so, wenn ich schaue in dein antlitz mild,
wo tausend frische lebenskeime walten,
da ist es mir, als ob natur mein bild
mir aus dem zauberspiegel vorgehalten;
und all mein hoffen, meiner seele brand,
und meiner liebessonne dämmernd scheinen,
was noch entschwinden wird und was entschwand,
das muß ich alles dann in dir beweinen.
annette von droste-hülshoff
(1797-1848)
[hd]
Dienstag, 2. März 2010
Montag, 1. März 2010
1+1=3, 2+2=5
Sonntag, 28. Februar 2010
Samstag, 27. Februar 2010
selbstannahme
die weitaus meisten menschenleben werden durch selbstüberforderung vernichtet, meint der staatsanwalt.
dass die selbstannahme mit dem alter von selber komme, ist nicht wahr. es braucht die höchste lebenskraft, um sich selbst anzunehmen, solange ich die umwelt überzeugen will, dass ich niemand anders als ich selbst bin, habe ich notwendigerweise angst vor missdeutung, bleibe ihr gefangener kraft dieser angst. die selbsterkenntnis, die einen menschen langsam oder jählings seinem bisherigen leben entfremdet, ist ja bloß der erste, unerlässliche, doch keineswegs genügende schritt.
nichts ist schwerer, als sich selbst anzunehmen! eigentlich gelingt es ja nur den naiven menschen ...
max frisch: stiller, 1954
[hd]
verzerrungen

jill ist sich selbst ein verzerrender spiegel
jill muß sich selbst verzerren, um sich selbst unverzerrt zu erscheinen.
um sich selbst zu entzerren, meint sie, daß jack ihr verzerrtes bild in seinem verzerrenden spiegel verzerrt. sie hofft, daß seine verzerrung ihrer verzerrung ihr bild entzerren kann, ohne sich selbst verzerren zu müssen.
Ronald D. Laing, Knoten.
[hd]
Freitag, 26. Februar 2010
Donnerstag, 25. Februar 2010
jack&jill

ich achte mich selbst nicht
ich kann niemanden achten, der mich achtet
ich kann nur jemanden achten, der mich nicht achtet
ich achte jack
weil er mich nicht achtet
ich verachte tom
weil er mich nicht verachtet
nur eine verächtliche person
kann jemanden so verächtlichen wie mich achten
ich kann niemanden lieben, den ich verachte
da ich jack liebe
kann ich nicht glauben, dass er mich liebt
wie kann er es mir beweisen?
ronald d. laing, knoten
[hd]
nicht der
der zug rattert dahin. über städte, dann entlang des flusses. märchenland wie im bilderbuch. mit hohen steilen klippen, die heraufzuklettern locken. nichts, woran man sich festhalten könnte. absturz möglich. wie im leben. verworrene gedanken und gefühle rauschen durch meinen kopf – ablenkung durch töne und worte. wahre ablenkung nicht, eher zerstreuung. gefühle – Spannung, neugier, angst. ort der fremde – was erwartet mich? oder anders – wer erwartet mich? plötzlich kann aus dem erträumten wahrheit werden. oder besser: realität. illusionen sind dann keine mehr. fremde welten verschwinden neben dem zugfenster. werden innerhalb von sekunden wie nie gewesen. ich schaue hinaus. erdenke mir eine wahrheit. Auf der anderen seite der scheibe: kinder spielend vor sozialistischen plattenbauten. davor von der müllabfuhr vergessener unrat. illusionslos. ich fahre woanders hin. registriere die äußere realität mit offenen augen. schließe ich sie, komme ich anderswo an. ankommen, irgendwo. der zug hält. ausstieg. alles sieht ganz anders aus als von mir erdacht. straßen mit anderen namen. stadtplan ohne sinn. unmöglichkeit der verständigung. keine sprache haben. und dazu angst vor nicht-erfüllung des erdachten. hinein in die stadt. tief nach unten. geschwindigkeitsrausch. fremde gesichter und biographien betrachtend. fühle mich fremd. in dieser stadt und in mir selbst. hoch nach oben. geschwindigkeitsrausch, dieses mal in die umgekehrte richtung. schnell muss man sein, sonst kommt das leben nicht mehr nach. und man verliert sich in der langsamkeit. draußen der versuch einer orientierung. ich komme an. denke ich. eine fensterfront, in der sich der fluss der stadt spiegelt. durch das wasser hindurch sehe ich menschen. und finde nicht den, den ich suche.
[text: csh]
ESblog

dies ist der letzte ESblogeintrag.
wir sehen uns vor, daher versuchen wir uns zu den anfängen voranzuarbeiten. kumpels wissen es: bodenschätze sind nichts wert, wenn sie untertage bleiben. erwähnenswert ist somit der leitgedanke, dass die anfängliche reinheit fälschlicherweise nicht in vergangenem, sondern immer in der zukunft zu finden ist. würden wir kommendes schon gegenwärtig erleben, so müsste man diese these revidieren, und man könnte einführenderweise schreiben, dass dies eben der erste und nicht der letzte blogeintrag dieser zeitschrift ist.... gibt es überhaupt die stunde null?
[hd]
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